Neue Studie vorgestellt

Raus aus der Schattenwirtschaft

Hände mit Gummihandschuhen bekleidet putzen Waschbecken
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Die Verfügbarkeit von Haushaltsnahen Dienstleistungen ist ein wesentlicher Faktor für eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen. Die Dienstleistungen tragen entscheidend zur Entlastung im Haushalt bei und helfen so, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu meistern. Soll die Hausarbeit ausgelagert werden, kommen laut Studie Dienstleister:innen sowie Reinigungskräfte ins Spiel – und mit ihnen die weit verbreitete Praxis nicht-angemeldeter Erwerbstätigkeit. Hohe Preise, eine erhebliche Steuerlast und ein Mangel an einfachen Zugängen sorgen dafür, dass sich eine größere Formalisierung des Haushaltsdienstleistungssektors schwierig gestaltet.

Haushaltsnahe Dienstleistungen – Beschäftigungsverhältnisse sozial besser absichern

Der neue OECD-Bericht „Bringing Household Services Out of the Shadows: Formalising Non-Care Work in and Around the House” befasst sich vor diesem Hintergrund mit der Frage, welche Regelungen zu einer Formalisierung und besseren sozialen Absicherung von Beschäftigungsverhältnissen im Bereich der Haushaltsnahen Dienstleistungen führen können. Die OECD hat dazu verschiedene internationale Ansätze zur Professionalisierung der Haushaltsnahen Dienstleistungen in Frankreich, Belgien, Finnland und Schweden analysiert. Dabei werden die Charakteristika verschiedener Förderinstrumente im Einzelnen dargestellt, aber auch Erfahrungen bei der bisherigen Umsetzung beleuchtet, wie zum Beispiel das belgische Gutscheinsystem oder der RUT Abzug in Schweden.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass staatliche Anreize bewirken können, dass die Zahl der informellen und nicht angemeldeten Beschäftigungsverhältnisse sinkt, während die Zahl der angemeldeten Beschäftigungsverhältnisse mit guten Arbeitsbedingungen steigt. Zudem fließt ein großer Teil der Ausgaben in Form von Steuereinnahmen und reduzierten Transferleistungen an den Staat zurück.