Die neue Pflegeausbildung

Pflegeberufe im Wandel - modern, vielfältig, zukunftsfähig

Seniorin im Zimmer, sitzend auf einem Stuhl, eine jüngere Frau gegnübersitzend
© Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Im Krankenhaus, in Pflegeeinrichtungen, bei ambulanten Pflegediensten, in der psychiatrischen Pflege oder in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen: Während der Ausbildung lernen die künftigen Pflegefachfrauen und –männer eine Vielzahl unterschiedlicher Versorgungsbereiche in der Pflege kennen. Ziel ist es, nach Abschluss der dreijährigen generalistischen Ausbildung Menschen aller Altersstufen pflegen zu können. Mit der neuen Form der Ausbildung wird auf die gesellschaftlichen Veränderungen mit einem steigenden, vielfältigen Pflegebedarf reagiert. Zugleich sollen mit dem neuen Berufsbild Pflegeberufe moderner und attraktiver werden. Dazu gehört auch, dass das bisherige Schulgeld für die Pflegeschulen abgeschafft wurde. Stattdessen erhalten die Auszubildenden jetzt eine angemessene Ausbildungsvergütung sowie kostenlose Lehr- und Lernmittel. Die Ausbildung wird in Krankenhäusern, stationären Pflegeeinrichtungen oder bei ambulanten Pflegediensten angeboten. Dabei wird zwischen Unterricht in der Pflegeschule und dem Praxiseinsatz abgewechselt. Die praktische Ausbildung erfolgt in unterschiedlichen Einrichtungen, um möglichst viele Pflegebereiche kennenzulernen.

Generell oder speziell – Ausbildung mit Wahlmöglichkeiten

Wer sich für die generalistische Ausbildung entscheidet, schließt nach drei Jahren (Teilzeitauszubildende nach maximal fünf Jahren), mit dem Berufsabschluss „Pflegefachfrau/Pflegefachmann“ ab. Mit dieser Qualifikation kann in allen Versorgungsbereichen der Pflege gearbeitet werden. Alternativ ist es auch möglich, nach zwei Dritteln der Ausbildung das Ausbildungsziel „Altenpfleger:in“ oder „Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger:in“ zu wählen. Im letzten Ausbildungsjahr liegt dann der Fokus entsprechend auf der Altersstufe der zu pflegenden Personengruppe. Wer einen akademischen Abschluss in der Pflege auf Bachelorniveau anstrebt, kann den Berufsabschluss auch durch ein Studium erwerben.

Weitere Informationen rund um Aus-, Weiterbildung und Aufstiegsmöglichkeiten in der Pflege sowie weiterführende Hinweise zu Beratungsangeboten zur Berufsorientierung, zur beruflichen und hochschulischen Pflegeausbildung und zu Ausbildungsplatzangeboten finden Interessierte in der Broschüre des BIBB sowie auf der Website des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) „pflegeausbildung.net“.

Die Broschüre „Pflegeausbildung aktuell“ kann kostenfrei auf der Webseite des BIBB und des BMFSFJ heruntergeladen werden. In gedruckter Form kann die Broschüre kostenlos über die Webseite des BMFSFJ bestellt werden, des Weiteren steht hier der Flyer „Pflegeausbildung aktuell“ in deutscher, englischer, französischer, polnischer, russischer, türkischer und arabischer Sprache zur Verfügung.